Pablo Neruda


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Pablo Neruda

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Biografie: Verstärkter politischer Einsatz

Von 1938 an macht Pablo Neruda eine sechs Jahre dauernde Vortragsreise durch Chile und Kuba.

Neruda wird Generalkonsul in Mexiko Stadt.1945 tritt er in die kommunistische Partei Chiles ein und wird zum kommunistischen Senator für Südchile gewählt.

Unter rechten Militärdiktaturen wurde er verfolgt. Aus diesem Grund protestierte er 1945 gegen die pro-westlich eingestellte Politik seiner Regierung. Daraufhin wurde Neruda seiner parlamentarischen Immunität enthoben und vor Gericht gestellt. Aber 1948 entzieht er sich der Verhaftung und geht ins Exil. Während dieser Zeit besuchte er die UdSSR und andere Ostblockstaaten, wie z.B. auch China, bis er 1952 nach Chile zurückkehrte.

In der Illegalität lebend beginnt er den "Canto General" (Der Große Gesang) welcher 1950 erschien und als sein literarisches Hauptwerk gilt. In dieser epischen Gedichtsammlung ist Neruda bemüht seine Leser für Unterdrückung zu sensibilisieren. Er knüpft dabei an indianische Traditionen an, die im Zuge der europäischen Eroberungen untergegangen sind. Seine ausgedehnten Reisen haben seinen Blick für das Bedürfnis nach einer eigenen Identität Südamerikas geschärft. Neben dem Bewusstsein über die schmerzhafte Geschichte seines Kontinents, der durch die Kolonialisierung ausgelöst wurde, betonte Neruda in seinen Gedichten vor allem die Stärke der indigenen Historie. Seine Reisen bringen ihn zu dem Schluss, dass Südamerika ein langer Befreiungskampf bevorsteht.

Der Große Gesang ist in fünfzehn einzelne Gesängen unterteil, in denen Neruda die Schönheit der amerikanischen Natur heraufbeschwört. Er entwickelt die Vision eines geeinten Kontinents:

"Erde Amerikas, erhabene
Pflanzung, rote Kordillere,
Söhne, Brüder, verstreut durch
Die einstigen Stürme,
Lasst uns das ganze lebendige Korn zusammenführen,
bevor es zurückkehrt zur Erde,
auf dass der neue Mais, der hervorsprießt,
deinen Worten lausche
und sie wiederhole und sie wieder Dasein werden."


Neruda y AllendeNeruda wird 1957 Präsident des chilenischen Schriftstellerverbandes. Zehn Jahre später wird sein einziges Theaterstück "Fulgor y muerte de Joaquin Murieta" (Glanz und Tod des Joaquin Murieta) uraufgeführt.





Die Kommunistische Partei Chiles nominiert Pablo Neruda 1969 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Neruda tritt jedoch zugunsten seines Freundes, des von der Unidad Popular aufgestellten Kandidaten, Salvador Allende, von der Kandidatur zurück. Die Unidad Popular siegt 1970 und Neruda übernimmt im Auftrag der Regierung Allende den Botschafterposten in Frankreich. Er kämpfte auf der kommunistischen Seite, half Emigranten des Spanischen Bürgerkriegs zur Flucht nach Frankreich und kümmerte sich in Paris um ihre Unterbringung.