Pablo Neruda


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Biografie: Die ersten Jahre

Pablo Neruda wurde am 12.07.1904 unter dem Namen Neftalí Ricardo Reyes Basualto in Parral geboren. Sein Vater war Zugführer in dem armen und wirtschaftlich unbedeutenden Parral im Süden Chiles. Gelegentlich dirigierte er auch das familiäre Zusammenleben mit seiner Zugführer-Pfeife und sorgte so für eine wenig herzliche Atmosphäre.

Das Pseudonym Pablo Neruda legte sich Neftalí Ricardo Reyes Basualto 1920 in Anlehnung an den fast vergessenen patriotischen Dichter Tschechiens, Jan Neruda, zu.
Im selben Jahr beendete Pablo nach zehn Schuljahren das Knabengymnasium in Temuco. Bereits während seiner Schulzeit hatte er erste Gedichtsveröffentlichungen. Lange Zeit galten die frühen Gedichte Nerudas als verschollen, doch Viktor Farias entdeckte sie wieder und so kam es unter dem Titel "Balladen von den blauen Fenstern" 2002 zu einem faszinierendem Sammelband.
Neruda beschreibt in seinen Gedichten den regnerischen und kalten Süden Chiles, in dem er aufwuchs. Er schrieb überall, und über alles, so z.B. über den Regen, über die Liebe zu seiner Stiefmutter, über die Melancholie oder die traurige Kindheit.


"Ein Jüngling von kaum fünfzehn Jahr,
schreibt Verse, darin die Bitterkeit pulsiert,
er hat vom Salz der Enttäuschung gegessen immerdar,
indes ein anderer in Liebe groß stolziert."

("Der Dichter, der weder Bürger noch demütig ist")


Von 1921 an studierte Neruda fünf Jahre lang Pädagogik in Santiago, mit dem Ziel Französischlehrer zu werden. In der selben Zeit arbeitete er bei verschiedenen Zeitschriften mit, gab Lesungen und hatte erste Einzelveröffentlichungen. Um sich diese Veröffentlichung zu ermöglichen hatte er seine Möbel, die Uhr seines Vaters und seine schwarze Dichterkluft verkauft.
Im Alter von 20 Jahren veröffentlichte Pablo Neruda den Gedichtband "Zwanzig Liebesgedichte und ein verzweifeltes Lied", seine Liebeslyrik öffnet ihm den Weg in die Herzen duzender Chilenen und von nun an wächst seine Popularität beständig an.
Seine zunächst eher modernistisch-surrealistisch geprägten Gedichte sollen sich im Verlauf seines literarischen Schaffens zu einer Lyrik mit beeindruckender epischer Breite entwickeln.